Katholisch sein - Hirtenwort des Bischofs von Mainz,Peter Kohlgraf,zur Österlichen Bußzeit 2020

Liebe Geschwestern und Gebrüder, liebe gläubische Leut,

ich werd wieder reime am Fastnachtsonntag heut.
Obs zum Evangelium passt, des werde mer sehe,
denn seit em letzte Jahr ist doch einiges geschehe.
De Weihbischof Udo hat uns Ende August visitiert,
hat mit uns geschwätzt ganz ungeniert.
Hat geprüft, ob mehr noch all katholisch sin,
hat alles beobacht, war aach in de Kitas drin,
doch die Kinner warn ganz verstört, o weh o grauß,
denn die dachte all, er sei de Nikolaus,
die hoffte schon dass er bringt Geschenke,
doch dass der nix hatte, des kannst de der denke,
er erklärte nur, was en Bischof sei,
dafür hat' er sei Kleidsche aa, Kreuz, Mitra un Stab dabei.
Lieb war er zu de Kinner, hat gescherzt un gelacht,
doch leider hat er ihne nix mitgebracht.
E fromm Bildsche wär wenigstens ganz nett gewese,
denn die Kinner könne ja noch net lese,
un singe hätt er könne des Lied vom Dom,
denn Mainz is viel näher doch als Rom.
Wir alle, wir leben im Schatten des Doms
und Bischof Peter singt mit uns ein Halleluja.
Wir halten uns're Glaubensfahne hoch in den Wind
und danken, dass wir Gast auf Erden sind. Wir alle…


Ja, Mainz ist net weit weg, des bekomme mer zu spürn,
unser Bischof will neue Wege uns führn,
in die Zukunft will er mit uns gehe,
wohin des führt, des werde mer sehe.
So müsse mer denke un plane un überlege,
über neue pastorale Wege.
Des kost viele Nerve un aach Zeit,
viele Sitzunge hier und dekanatesweit.
Doch mer komme net drumherum, kein aber und kein wenn,
es gilt fürs ganze Bistum Mainz, für alle, die glaube un lebe, denn:
Wir alle, wir leben im Schatten des Doms
und Bischof Peter singt mit uns ein Halleluja.
Wir halten uns're Glaubensfahne hoch in den Wind
und danken, dass wir Gast auf Erden sind.
Ja, de pastorale Weg ist in aller Munde,
er macht im ganze Bistum Mainz die Runde,
egal, wo de hiekimmst, in jeder Pfarrei,
egal, mit wem de babbelst, „der Weg“ is dabei,
doch wo er hinführt, des kann keiner dir saache,
ob der Heilische Geist es tut wisse, den sollte mer fraache,
vielleicht hat die Vorsehung ja schon alles gestrickt,
doch bis mir des erfahrn, da wern mer verrückt,
bis 2030 soll alles geschehen sein,
solang müsse mer bete plane un singe ganz fein:


Wir alle, wir leben im Schatten des Doms
und Bischof Peter singt mit uns ein Halleluja.
Wir halten uns're Glaubensfahne hoch in den Wind
und danken, dass wir Gast auf Erden sind.
Ja, was hat es denn uff sich mit dem Wesch, dem pastorale,
üwwer den viele redde, manchen zur Quale,
e Treffe hier, e Tagung dort,
diskutiern und forsche, warum die Leut bleibe fort
von unserer Kersch, warum es immer weniger wern,
weshalb viele Mensche stehe so fern,
mer solle interviewe un die Leut befraache,
was se wolle von der Kersch, wa se tut plaache,
warum se mit em Glaube nix hawwe am Hut,
weshalb se ne komme zum höchste Gut,
so solle mer mache und analysiern,
ergründe un zermattern unser Hirn,
alle Ergebnisse zusammetraache
un dann uns treu un redlich fraache,
ob mer Gottes Botschaft noch richtisch verkünde,
so dass die Mensche zum Glaube tun finde
un dann aach widder komme zu unsrer Pfarrei,
sich engagiern un sin dabei.
Vom pastorale Wesch is des de 1. Schritt
un all müsse mer mache die Sache mit,
denn

Wir alle, wir leben im Schatten des Doms
und Bischof Peter singt mit uns ein Halleluja.
Wir halten uns're Glaubensfahne hoch in den Wind
und danken, dass wir Gast auf Erden sind.
Im 2. Schritt es dann ums Teile geht,
so wie es schon im Evangelium steht
un wie die Heilische Martin es gemacht,
der ist unser Vorbild, hat Bischof Peter gesacht.
Teile, lernt jedes Kind, es klingt einfach und schön,
doch teile vom Lebe soll uns mehr angehn,
teile von Freude und auch von Leid,
von Trauer und Angst bei de Mensche heut,
teile vom Glaube, den ich leb,
damit ich aach dene davon was geb,
die net glaube könne oder wolle,
des is es, was mer mache solle.
Doch wie solle mer dann erreiche die Leut,
die es net interssiert un die net da sin heut,
solle mer wie die Jehowa Zeusche
von Tür zu Tür uns dann verbeusche
un saache „ mir komme von de Kersch un wolle euch was gebbee,
von unserm Glaube un aach vom Lebe“?
Stellt euch mal vor, wie die dann gucke,
unner Umständ müsse schnell mir uns ducke,
bevor die uns Ebbes um die Ohre schmeiße:
Naa, um den Job du ich mich net reiße!


Die anner Idee is, mir solle dorthin geh,
wo die Leut sich in dere Freizeit treffe schee,
solle e PGR Sitzung in de Keipe mache
un die Mensche eilade zu unsere Sache,
oder en Gottesdienst uf em Sportplatz halte,
damit die Mensche sehe, wie die Kersch tut lebe und walte,
im Einkaufszentrum en Stand uffbaue,
so könne die Leut schee auf uns schaue,
ihne e Kerschblättsche dann noch in die Hand gedrückt,
die denke doch, mir sin ganz verrückt!
Ich kann mers net vorstelle, doch ich weiß nur eins,
die wolle Ergebnisse, die in Mainz, denn:
Wir alle, wir leben im Schatten des Doms
und Bischof Peter singt mit uns ein Halleluja.
Wir halten uns're Glaubensfahne hoch in den Wind
und danken, dass wir Gast auf Erden sind.
Mit em Teile geht’s noch weiter un jetzt wird es schwer,
denn wer gibt dann gerne von sei‘m Geldbeutel her!
„Ressourcen teilen“, hat de Bischof des genannt,
doch was er damit meint, is noch net allen bekannt.
Hier geht’s ums Personal in allen Facetten,
von de Parrer bis zu de Sekretärinnen, den netten,
Gemeindereferentin und Küsterleut,
also alle, die bezahlt wern heut.
Doch damit net genuch, denn es gibt noch mehr,
was geteilt wern soll, bitte sehr!

Gemeindehäuser und Kersche wern aach net verschont,
50 % veräußern, damit es sich lohnt,
weil des Geld is net da, um alles zu erhalte,
müsse mer jetzt plane und klug verwalte.
Was werd werklisch gebraucht, weil da noch Lebe is drin,
was kann weg, weil kaum aaner geht hin?
Wie rücke mer zusamme in unserem Dekanat,
damit aus Achtzehn dann Drei wern im Großformat?
Die Maaspitzegemeinde sich schon Richtung Mainz orientieren,
des wär net verkehrt, dann könne mir uns am Maa entlang konzentrieren,
so dass von Rüsselsem bis Kelsterbach eine Pfarrei
un Raunheim wär in de Mitt dabei.
Zehn Kersche wärns dann und Gemeindehäuser dazu,
mit zwaa Parrer und aam PGR schmeiße mer des im Nu,
denn üwwerall halbiert sin fünf noch vorhanden,
so dass jeder, der will in einer Kersch kann landen.
Vielleicht sollte mer ja dann aach üwwerlesche,
de Gottesdienst in die S-Bahn zu verlesche,
en Wagon zu miete un dort zu feiern
un von Rüsselshem bis Kelsterbach scheene Liedscher zu leiern,
des wär dann was Neues für die in Mainz,
und mer könne immer singe die Nummer Eins, denn
Wir alle, wir leben im Schatten des Doms
und Bischof Peter singt mit uns ein Halleluja.
Wir halten uns're Glaubensfahne hoch in den Wind
und danken, dass wir Gast auf Erden sind.
7
So, ich wills net vergesse, es kimmt noch was dazu,
„Verantwortung teile“, sagt de Bischof, denn da drückt de Schuh.
Mir Parrer solle abgebbe und mehr delegiern
an die „Laien“, damit se die Pfarrei mitführn,
denn bis 2030 wir nur noch hundert sind,
dass die Rechnung net stimmt, liegt schon im Wind,
weil Burnout und Sterbefälle net mitgezählt,
von all dene, die sich der Herr erwählt.
Es könnte mehr sein, woran’s liegt ist parat,
am Verweigern von Frauen un em Zölibat.
Warum net en Priester am Altar
mit seiner eigenen Kinderschar,
oder e Priesterin attraktiv und schön,
die Mess wäre voll Bewerber, um sie zu sehn!
Unser Kersch in em schlechte Licht da steht,
ob de Heilische Geist weiß, wie es weiter geht?
Nur weil e paar Männer die Macht an sich halte,
müssen mer vor Ort ständig schalte und walte,
sehn, dass de Laden läuft in unsrer Pfarrei
un plötzlich der „Laie“ wieder das Allheilmittel sei.
Ich hab gar nix gege Laie, ehrlich gesacht,
doch denk ich, die Rechnung is ohne Realität gemacht.

So viel, wie mer dann brauche, aach zu finde,
da seh ich kaa Land, kann‘s noch net ergründe.
Fraue und Männer, die künftig Gottesdienst feiern,
Kantorinnen und Kantoren, die Lieder leiern,
Junggebliebene für die Jugendarbeit,
die zerstreut sind un kaum komme, weit und breit,
für hohe Geburtstage und Krankenbesuche,
schlagen weitere Laien dann zu Buche,
Bibelarbeit für alle Generationen,
auch hier künftig unsere Laien thronen,
für Verwaltungsgeschäfte und Renovationen,
werden Laien gesucht aus allen Nationen,
ja, noch was wird kommen un des vergesse viele im Nu,
auch Bestattungen kommen noch dazu,
denn mit zwei Parrer sind die net all zu stemmen,
es is so, mer müsse die Werklischkeit benennen.
Ich habs dene schon gesacht, da drüwwe in Mainz,
doch ob es aakommt, ich weiß nur eins:
Wir alle, wir leben im Schatten des Doms
und Bischof Peter singt mit uns ein Halleluja.
Wir halten uns're Glaubensfahne hoch in den Wind
und danken, dass wir Gast auf Erden sind.

Ich freue mich über all, die sin dabei,
heute schon in unserer noch klaane Pfarrei,
die viele Stunden inverstiern
un so unser Gemeindeleben weiterführn.
Seit dem letzten Jahr kamen Neue dazu,
in beiden Räten packen sie an im Nu,
sind hochmotoviert un verstehen sich gut,
des tut uns beiden Pfarrern doch gut.
In de Kerschbar, da sin se oft zu sehe,
Ihr könnt ja Freitagsabends aach emol hingehe,
des is gemütlich bei Bier und Wein,
so lässt es sich Gemeinde sein.
Ums mit unserm Bischof klar zu saache,
die Kerschbar is ein „Kirchort“, wo die Mensche taache,
wo se ihr Lebe und aach ihrn Glaube teile,
wenn se dort schee miteinander verweile.
Des is doch schon was, uff dem Wesch, dem Pastorale,
genauso wie wir hier im Kirchensaale.
Wenn mer des künftig noch mehr schaffe, dann weiß ich eins:
Wir Rüsselsemer sind Kirche im Bistum Mainz, denn
Wir alle, wir leben im Schatten des Doms
und Bischof Peter singt mit uns ein Halleluja.
Wir halten uns're Glaubensfahne hoch in den Wind
und danken, dass wir Gast auf Erden sind.

Asche

Aschermittwoch

am 26.Februar 2020

von 8.30 – 11 Uhr

im Gemeindezentrum St. Michael in Bauschheim

Anfang Januar waren insgesamt 23 Sternsingerinnen und Sternsinger in unserer Pfarrei unterwegs. Sie brachten den Segen Gottes für das neue Jahr an die Häuser. Von freundlichen Menschen wurden sie an den Türen begrüßt. In den Gesichtern der Kinder war stets ein Lächeln zu sehen. Es bereitete den Sternsingerinnen und Sternsingern große Freude, Geld für arme Kinder zu sammeln und ihnen damit etwas Gutes zu tun. Sie trugen die Spendendose als wichtigen Schatz vor sich her. Der Erlös geht an das Kinderheim-Projekt von Pater Gerhard in Mandeni (Südafrika).   

Die Sternsingerinnen und Sternsinger waren nicht nur an insgesamt ca. 100 Häusern, sondern auch zu Besuch in der Kita St. Christophorus und St. Georg, im Altenpflegeheim Martin-Niemöller-Haus, in der Senterra Pflegeresidenz und beim Seniorentreff unserer Pfarrei. Zum Schluss besuchten sie noch den Oberbürgermeister Udo Bausch und ein paar Geschäfte in Rüsselsheim.

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Der Kindergottesdienst im Monat Dezember drehte sich um das Thema Adventskalender und Adventskranz, die uns die Zeit des Wartens verkürzen sollen.

So wie wir die Türen des Adventskalenders öffnen, sollen auch wir uns in dieser Zeit selbst öffnen. Unsere Augen, Ohren und unser Herz sollen die Notlagen unserer Freunde erkennen und ihnen helfen. Dafür stehen die 4 Weihnachtskugeln auf dem Ausmalbild.

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